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Projektbericht

Architecture and Service Management

Aufbau einer Datenbank-Plattform als Managed Service

Ausgangssituation

Im Retail-Banking Bereich einer Großbank wurden in der Vergangenheit viele unterschiedliche, nicht-standardisierte und kostenintensive Datenbanken betrieben. Dabei handelte es sich meist um Oracle- oder DB2-Datenbanken in verschiedenen Versionen im Midrange-Umfeld. Teilweise wurden einzelne Datenbanken in älteren Produktversionen betrieben, deren Supportzeitraum (end of life) bereits eingestellt war. Durch die unterschiedlichen Anforderungen und Sichtweisen einzelner Application Owner (AO) konnte sich bislang kein einheitlicher Datenbank-Standard entwickeln, was wiederum zu Ineffektivität und hohen Kosten führte.

Zielsetzung

Aus der zuvor beschriebenen Ausgangssituation setzte man sich zum Ziel, eine Standardisierung der Datenbank-Plattform vorzunehmen, welche gleichzeitig eine hohe Skalierbarkeit gewährleistet und letztendlich zur Kostenreduktion beiträgt. Parallel dazu sollte ein Managed Service zwischen Kunde und Datenbankanbieter (IT-Dienstleister) etabliert werden, der die zukünftige Verwaltung übernimmt und einen späteren effizienten Betrieb garantiert.

Lösungsansatz

Um die Zielsetzungen zu erreichen, bestand die erste Phase aus dem Engineering des IT-Dienstleisters in Zusammenarbeit mit der best-practice innovations GmbH und der Ausarbeitung eines zukünftigen Standards in diesem Bereich. Dabei wurde auf bewährte Technologien wie etwa das Real Application Clustering (RAC) gesetzt, die es galt in den neuen Standard zu integrieren. An dieser Entwicklung waren verschiedene Personen (Stakeholder) beteiligt, wie etwa Datenbankadministratoren, Serverspezialisten, Application Owner auf Seiten der Bank und die best-practice innovations GmbH. Aus der Planungsphase heraus hat man sich für eine X86-Plattform (IBM X-Series 3850 Midrangeserver) entschieden. Diese kamen über zwei Datacenter verteilt zum Einsatz (active-active cluster), um eine hohe Ausfallsicherheit zu garantieren. Man hat sich in der Engineeringphase für eine Servervirtualisierung mit Oracle Virtual Machine (OVM) und dem dazu passenden Betriebssystem Oracle Enterprise Linux (OEL) entschieden. In einer gängigen Konfiguration arbeiten beispielsweise 4 Datenbanken parallel, somit können 16 Datenbanken pro Cluster zeitgleich betrieben werden. Des Weiteren ist eine schnelle und effiziente Skalierung durch den Einsatz weiterer Cluster ohne Weiteres möglich. Diese Konfiguration und Skalierbarkeit ermöglicht es dem Kunden, hohen und wechselnden Anforderungen gerecht zu werden.

Zusätzlich wurde mit Hilfe von best-practice innovations zwischen der Bank (Endkunden) und dem IT-Dienstleister, ein kommerzielles Verrechnungsmodell entwickelt. Dieses basiert auf „pay per use“ über die Komponenten CPU (Rechenleistung) und Festplattenkapazität (im SAN). Zusammen mit der Festlegung des zuvor beschriebenen Standards ergeben sich hohe Einsparpotentiale auf beiden Seiten. Um diese positiven Entwicklungen zu sichern und weiter fortzuführen, wurde ein Servicemanager als Single Point of Contact (SPoC) beim Kunden etabliert. Er ist unter anderem für das Capacity Management verantwortlich um zukünftige Bestellungen der AO’s auszuführen, zu überwachen und den effizienten Betrieb zu gewährleisten.

Dr. Stefan Zickenheiner

Dr. Stefan Zickenheiner
Managing Director b-pi
stefan.zickenheiner@b-pi.com
+49 221 964 34 63-2